Unterwegs

re:publica 2019 – Just another review

Die re:publica sei ‚politischer‘ geworden – so ist die Wahrnehmung in meiner „Referenz-Bubble“ Elternhaus als ich Anfang Mai 2019 von meiner Reise in die Bundeshauptstadt und meinem Besuch der Digitalkonferenz #rp19 zurückkehrte. Natürlich gehörte diese Einordnung gleich vertwittert und die Reaktion darauf spricht für sich:

Referenzbubble? re:publica? Vertwittern? Wovon redet die Vronzi da? Schon gut, eins nach dem anderen.

Die digitale Gesellschaft trifft sich am Gleisdreieck aka re:publica

Einmal im Jahr Anfang Mai treffen sich mehrere zehntausend in der STATION Berlin, einer riesigen Veranstaltungsfläche am Gleisdreieck. Auf dem Programm standen dieses Jahr schlappe 500 Sessions, die auf 27 Bühnen verteilt und in acht Tracks und 16 Topics gegliedert wurden.

Zahlreiche netzaffine und digitalbegeisterte Menschen kamen auch in diesem Jahr zusammen, um miteinander zu diskutieren, sich inspirieren zu lassen, sich zu vernetzen und miteinander zu feiern. Die re:publica 19 zählte an drei Konferenztagen insgesamt 25.000 Besuche.

https://19.re-publica.com/de/presse
Akkreditierungsbändchen auf der re:publica. Die re:publica ist eine der weltweit wichtigsten Konferenzen zu den Themen der digitalen Gesellschaft. Sie findet 2019 vom 06. bis 08. Mai in der STATION-Berlin statt. Foto: Jan Michalko/re:publica

Für mich ist der Besuch der Digitalkonferenz seit 2014 Pflichtprogramm und wurde bislang dankenswerterweise auch von meinen Arbeitgebern immer als Weiterbildungsmaßnahmen akzeptiert und gefördert. In diesen Tagen herrscht auf meinem Twitter-Kanal reger Betrieb, sei es inhaltlich oder zum vernetzen mit anderen Besuchern oder schlicht für ein kostenfreies Feierabendgetränk. Twitter ist für mich nicht nur während der re:publica mein präferiertes Social Media. Der Mikoblog-Dienst stellt für mich ganzjährig die Informations- und Unterhaltungsquelle Nummer 1 da. Passiert irgendwo auf der Welt etwas bewegendes, fallen in der Bundesliga Tore oder geht wieder mal ein besonders lustiges Meme viral, erfahre ich es in meiner Lieblings-Bubble mit dem Vogel-Logo als erstes. Bubble, weil ich dort natürlich nur die Dinge lese, die ich mir durch die jeweiligen Accounts zusammengeklickt habe. Ich beschreibe meine Timeline immer als „die Zeitung, wie ich sie am Kiosk kaufen würde“. Und um diese Themen von anderen abzugrenzen, nehme ich ab und zu gerne „Referenzbubbles“ wahr, z.B. eben das, was am elterlichen Küchentisch gespiegelt wird.

Politisch(er) geworden?

An jenem Küchentisch fiel u.a. die eingangs erwähnte Einordnung der re:publica 2019. Sie beruht auf dem Medienkonsum meiner Eltern und spiegelt sich auch in vielen Berichten aus dem klassischen (Print-) Journalismus. Ich habe den Eindruck, dass kaum ein Event eine vergleichbare Medienresonanz findet. Du könntest dich tagelang durch die verschiedenen Printpresse- und Blog-Beiträge sowie Youtube-Videos wühlen und hättest am Ende eine Idee, wie vielfältig das Programm auf die Besucher wirkt. Aber wer hat dazu schon die Zeit? 😉
Daher möchte ich mich an dieser Stelle darauf beschränken, dass schon viele wichtige Medien etwas zu den „Inhalten“ publiziert haben und jeder das nachlesen kann, aber bitte diesen Hinweis beachten möge, dass diese Veranstaltung schwer in einen Artikel zu pressen ist.

Aus meiner Sicht war die #rp19 nicht mehr oder weniger politisch als die, die ich in der Vergangenheit besucht habe. Dass die Veranstaltung mehr Medienrummel erfahren hat, dadurch dass der Bundespräsident zum Auftakt gesprochen hat, ordne ich als genialen PR-Coup ein. Politischer ist es dadurch nicht geworden.

Meine Youtube-Empfehlungen für euch

Wer sich nun selbst versuchen möchte, eine Ahnung davon zu bekommen, was auf der re:publica 2019 so ging, dem sei diese Linkliste ans Herz gelegt. Auf Youtube stellen die Veranstalter nämlich Jahr für Jahr die Videoaufzeichnungen aller Sessions zur Verfügung. Die fett markierten Beiträge habe ich live gesehen.

Weitere spannende Links (unkommentiert)

PS: Geht bitte alle wählen am 26.5. – danke!

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