In the meantime: Rückblick #rp21

Anfang Juni soll die Re:publica 2022 stattfinden – die erste „vor Ort“ seit Ausbruch der Corona-Pandemie. Nachdem ich nach langem hin und her nun weiß, steigt die Vorfreude mit jeder neuen Speaker:innen-Ankündigung. Aber eine Sache ist tatsächlich noch offen: meine #lessonslearned und Erfahrungen der 2021-Edition.

Unter dem Motto #inthemeantime fand im Mai 2021 die zweite #onlineonly Re:publica statt. Als treue Besuchererin der Konferenz habe ich mir ein Streamingticket samt Black Box gegönnt, drei Tage Bildungsurlaub eingetragen und versucht, eine Konferenzathmosphäre zuhause möglichst intensiv nachzubauen.

Das Set-up

Besagte Box kam am Vorabend der re:publica an und beinhaltete neben Konfetti und einer Girlande diverses #rp-Merch. Mein Highlight ist nach wie vor die kleine Dose mit einem einzelnen Puzzleteil drin. Die Idee dahinter: Zur nächsten „vor Ort“ re:publica (wie nun endlich für Juni 2022 geplant) sollen alle, die ebenfalls ein Puzzleteil haben, zusammenkommen, und das Puzzle miteinander vervollständigen. An diesem Detail sieht man, wie viel Mühe sich das Team gegeben hat, die digitale Version zuhause erlebbar und nachhaltig emotional zu beladen.

Netzwerken, aber digital

In der u.a. von Reisebeschränkungen geprägten Phase der Pandemie gewannen Begegnungen (in diesem Fall online) an Bedeutung. Wer netzwerken möchte, muss sich auf neue Formate einlassen. Die alt bewährte Methode „ich stelle mich in den Hof, trinke Bier und warte in einem mehr oder weniger aktiven Sein ab, was passiert“ funktioniert im digitalen Raum nicht. Zumindest nicht ganz 1:1 so.

Der Affenfelsen in gather.town bei der #rp21

Denn es gab tatsächlich einen „Hof“ und auch den republica-typischen Affenfelsen, angelegt auf gather.town (zum Stand Ende Februar übrigens noch aufrufbar!). Dort konnte man andere Besucher:innen treffen und ungezwungen miteinander quatschen, ein bisschen so wie im reallife, aber trotzdem anders.

Das Offstage-Programm

Vermutlich aus dem mir eigenen, menschlichen Bedürfnis heraus, Leute sehen zu können, habe ich während der drei Tage der Konferenz tatsächlich mehrheitlich die Angebote im Offstage-Programm genutzt. Dabei lernte ich neben Methoden für digitalen Smalltalk mit wildfremden Menschen auch wieder das ein oder andere hilfreiche, spannende Tool kennen. Meine drei Highlights:

Ansonsten habe ich aber auch ein paar wertvolle Takeaways für mein berufliches Wirken mitgenommen und mich von einer New Yorker Videokünstlerin per Zoom-Meeting fotografieren lassen.

Über 50 Prozent weibliche Speaker

In Zahlen ausgedrückt verbuchte die #inthemeantime re:publica 140 Programm-Sessions, was in Summe 37 Stunden Programm bedeutet mit 265 Sprecher*innen. Zahlen zeigen auch: Sie war im Vergleich zu den „normalen“ Konferenzen weniger gut besucht, mit weniger Programm und vor allem deutlich weniger sozialer Interaktion, aber: sie war. Und sie war meine erste Veranstaltung mit über 50 % weiblichen Speakern. The change is here, ladys.

Nach #inthemeantime freue ich mich darauf, in wenigen Tagen wieder in Berlin zu sein und bei der 2022er Republica unter dem Motto „Any Way the Wind Blows” dabei zu sein. Ich bin gespannt auf die neue Location (mit Bademöglichkeit!?!) und auf neue Leute! Wer weiß, wen ich beim gemeinsamen Puzzlen kennenlernen darf. Ich werde berichten…

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